Trauma und Trauer

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Wie unsere Traumabiografie eine erfolgreiche Trauerbewältigung beeinflussen kann.

Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens einmal eine Zeit der Trauer erfahren.
Trauer hat viele Gesichter. Wir erleben Trauer nicht nur, wenn wir einen Menschen oder ein Tier durch den Tod verlieren. Wir können ebenfalls einen Verlustschmerz erleiden, wenn der Kontakt zu einem Lebewesen abbricht, zu dem wir eine enge Bindung hatten. 

Unsere eigene Traumabiografie kann hier einen grossen Einfluss auf unseren Trauerprozess haben. Dieser Prozess ist wichtig, denn in dieser Zeit können wir uns mit dem Schmerz des Verlustes konfrontieren, ihn spüren und erfahren und so einen Prozess in Gang bringen der uns in eine Heilung bringt. Erst dann können wir wieder gut in unserem Leben weiter gehen.  

Besonders frühkindliche Traumata wie das Trauma der Identität und das Trauma der Liebe können dazu führen, dass wir alte unverarbeitete Verlusterfahrungen mit einer aktuellen neuen Verlusterfahrung verbinden. Gefühle wie Einsamkeit und der Schmerz des Verlassenwerdens können nicht mehr klar zugeordnet werden. Das kann dazu führen, dass der Trauerprozess sich verzögert und schwierig sein kann und eine gute und heilende Trauerbewältigung verhindert wird. 

Hier kann es hilfreich und unterstützend sein, sich selbst zu begegnen. Mit Hilfe der Selbstbegegnung auf der Basis der identitätsorientierten Psychotrauma Theorie (IoPT) können wir unseren individuellen Trennungsschmerz verstehen, ihn zuordnen und die dazugehörigen Erfahrungen und Emotionen wieder ihren eigenen Raum und Platz geben.